Im Folgenden finden Sie Fragen zu dem
Artikel „Bindungsorientierte Verhaltenstherapie – Eine Erweiterung der Perspektive“ von Michael Borg-Laufs (2006). Bitte markieren Sie jeweils die richtige Antwort!
Welche psychologischen Grundbedürfnisse sind nach Grawe (1998) bzw. Epstein (1991) als handlungsleitend für alle Menschen anzunehmen?
- Autonomiebedürfnis, Bindungsbedürfnis, Bedürfnis nach Kontrolle/Orientierung, Explorationsbedürfnis
- Bedürfnis nach Lustgewinn/Unlustvermeidung, Bedürfnis nach Kontrolle/Orientierung, Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung, Bindungsbedürfnis
- Bedürfnis nach Lustgewinn/Unlustvermeidung, Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung, Explorationsbedürfnis, Bindungsbedürfnis
- Autonomiebedürfnis, Bedürfnis nach Lustgewinn/Unlustvermeidung, Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung, Bedürfnis nach Orientierung/Kontrolle
Richtig: b
Welche Aussage zur Bindungsorganisation beim Menschen ist zutreffend?
- Das „inner working model“ von Bindung wird im Kleinstkindalter erworben und ist danach kaum noch veränderbar.
- Das „inner working model“ von Bindung ist über den gesamten Lebenslauf beeinflussbar, allerdings nimmt die Beeinflussbarkeit während des Lebenslaufes ab.
- Das „inner working model“ von Bindung ist über den gesamten Lebenslauf in gleicher Weise veränderbar.
- Das „inner working model“ von Bindung wird weniger durch Erfahrungen als durch kognitive Schemata beeinflusst.
Richtig: b
Welche Implikation ergibt sich für die verhaltenstherapeutisch orientierte Kinderpsychotherapie vorrangig aus der Berücksichtigung der Bindungstheorie?
- Durch Elternberatung und gezielte therapeutische Hausaufgaben soll das Kind in seinem Lebensumfeld wieder angemessene Bindungserfahrungen machen können.
- Die Eltern sind in hohem Maße als Mediatoren in der Therapie einzusetzen, da die Eltern-Kind-Bindung den therapeutischen Fortschritt erheblich vorantreibt.
- Der Therapeut muss dafür sorgen, dass das Kind in der therapeutischen Beziehung eine korrigierende Bindungserfahrung machen kann.
- Gruppentherapien, bei denen die Kinder Beziehungsgestaltung „nachlernen“ können, ist bei Kindern mit unsicherer Bindung die Methode der Wahl.
Richtig: a
Wie ist die wissenschaftliche Bestätigung der „bindungsorientierte Verhaltenstherapie“ einzuschätzen?
- Sie ist durch Meta-Analysen eindrucksvoll bestätigt.
- Sie hat sich in einigen randomisierten Kontrollgruppenstudien als wirkungsvoll erwiesen.
- Es gibt verschiedene empirische Studien, die die Vorgehensweise unterstützen, die aber leider kein randomisiertes Kontrollgruppendesign aufweisen.
- Sie ist theoretisch plausibel und bisher nur durch Einzelfallbeschreibungen bestätigt.
Richtig: d
Wie verhalten sich sicher gebundene 18 Monate alte Kinder in der „fremden Situation“?
- Sie klammern sich in der Wiedervereinigungssituation an die Mutter an und wollen sie nicht wieder loslassen.
- Sie zeigen Freude und suchen kurz die Nähe der Mutter, explorieren dann aber weiter die Umgebung.
- Sie bleiben ruhig und eher „gelassen“.
- Sie sind aufgrund des erlittenen Stresses in der Trennungssituation kaum zu beruhigen.
Richtig: b
Wie ist der Begriff für das zum Bindungsverhalten des Kindes passende elterliche Verhalten?
- Warmherzigkeit.
- Schutzverhalten.
- Feinfühligkeit.
- Bindungsbestätigung.
Richtig: c