Im Folgenden finden Sie Fragen zu dem
Artikel „Über den Umgang mit Träumen in der Verhaltenstherapie“ von Christof T. Eschenröder (2003). Bitte markieren Sie die Aussagen, die Sie für zutreffend halten. Bedenken Sie dabei, dass bei jeder Frage eine oder mehrere Antworten richtig sein können!
Wann ist die Beschäftigung mit Träumen im Rahmen einer kognitiven Verhaltenstherapie eher nicht angezeigt?
- Die Arbeit mit Träumen hat in einer früheren Therapie, die nicht oder wenig erfolgreich war, eine wichtige Rolle gespielt.
- Andere Inhalte sind gegenüber der Arbeit mit Träumen in der Therapie vorrangig.
- Die PatientIn empfindet ihre Trauminhalte als belastend.
- Bei der PatientIn ist eine Konzentration auf konkrete gegenwärtige Probleme und Lösungsschritte zur Überwindung dieser Probleme angezeigt.
Richtig: a, b, d
Welche Phasen der Traumarbeit werden in dem kognitiv-erlebnisorientierten Modell der Traumdeutung von Clara E. Hill unterschieden?
- Nacherleben des Traumes und Erfragen von Assoziationen im Rahmen der Explorationsphase
- Zuweisung von Deutungen zu Trauminhalten in der Symbolphase
- Gemeinsames Erarbeiten einer Interpretation in der Einsichtsphase
- Veränderung des Traums in gewünschter Richtung und imaginatives Durchspielen der neuen Version des Traums in der Aktionsphase
Richtig: a, c, d
Bei welchen Aussagen wird der Standpunkt des Autors richtig dargestellt?
- Nach Sigmund Freud liegt dem manifesten Trauminhalt ein latenter Traumgedanke zugrunde, der durch die Deutung herausgearbeitet werden soll.
- Carl Gustav Jung unterscheidet zwischen Traumdeutungen auf der Objektstufe (Zusammenhänge des Traums mit Personen oder Dingen aus der Umwelt der träumenden Person) und Deutungen auf der Subjektstufe (Zusammenhänge zwischen dem Traum und Aspekten der Persönlichkeit des Träumers).
- In der gestalttherapeutischen Traumarbeit von Fritz Perls werden Traumelemente (wie z. B. Personen, Tiere oder Gegenstände) im Rollenspiel in Ich-Form dargestellt.
- Nach der Ansicht von Hans-Jürgen Eysenck beruhen Träume auf der zufälligen Aktivierung von Gehirnregionen während des REM-Schlafs. Es gibt es keinerlei Zusammenhänge zwischen den Träumen einer Person und ihren Wünschen und Befürchtungen im Wachleben.
Richtig: a, b, c
Was spricht für eine Bearbeitung von Träumen im Rahmen der kognitiven Verhaltenstherapie?
- Träume können Hinweise auf bedeutsame Themen, Probleme und Ziele der PatientIn geben.
- Alpträume können Symptome einer behandlungsbedürftigen psychischen Störung sein.
- Das Auftreten von Bewältigungsträumen und die Reduktion der Häufigkeit und/oder der Intensität von Alpträumen sind Indikatoren für einen positiven Therapieverlauf.
- Die in Träumen enthaltenen Symbole geben Aufschluss über unbewusste Konflikte, deren Kenntnis für den Therapieverlauf von wesentlicher Bedeutung ist.
Richtig: a, b, c
Welche kognitiv-verhaltenstherapeutischen Vorgehensweisen zur Reduktion der Häufigkeit und Intensität bei Alpträumen werden benannt?
- Bearbeitung der Probleme der PatientIn im Wachleben, denen ein Einfluss auf Intensität und Häufigkeit der Alpträume zugeschrieben wird
- Psychodramatisches Nachspielen von Alpträumen
- Veränderung belastender Trauminhalte und imaginatives Durchspielen der neu formulierten Träume („imaginative Übungsbehandlung“)
- Bearbeitung zugrunde liegender ungelöster Konflikte oder unbewältigter Traumata
Richtig: a, c, d
Welche Aussagen werden vom Autor dieses Artikels nicht unterstützt?
- Gefühle und Einstellungen werden im Traum häufig in stark dramatisierter Art dargestellt und ausgelebt, während solche Impulse im Wachleben in der Regel kontrolliert werden.
- Jeder Traum hat eine bestimmte Bedeutung, die durch eine korrekte Deutung enthüllt wird oder durch eine falsche Deutung verfehlt wird.
- Die Wirksamkeit kognitiv-verhaltenstherapeutischer Methoden zur Behandlung von Alpträumen ist empirisch belegt.
- Die Ablehnung der Interpretation von Traumbildern durch die PatientIn ist als Widerstand gegen die Bearbeitung zu verstehen.
Richtig: b, d