Emotionsfokussierte Therapie

Im Folgenden finden Sie Fragen zu dem Artikel „Emotionsfokussierte Therapie“ von Imke Herrmann und Lars Auszra. Bitte markieren Sie die Aussagen, die Sie für zutreffend halten. Bedenken Sie dabei, dass bei jeder Frage eine oder mehrere Antworten richtig sein können!

Welcher Begriff bezeichnet ein wichtiges Prinzip emotionaler Veränderung, bei dem maladaptive emotionale Reaktionen durch die gleichzeitige Aktivierung adaptiver emotionaler Reaktionen aufgehoben und verändert werden?

  1. Narration
  2. Reflexion
  3. Transformation
  4. Substitution

Richtig: 3

Primäre maladaptive Emotionen...

  1. sind ein Begriff für einen Emotionstyp in der Emotionsfokussierten Therapie.
  2. sind ein Sammelbegriff für alle negativen Emotionen wie Wut, Trauer oder Enttäuschung.
  3. sind die Folge, wenn Primärbedürfnisse des Menschen wie Hunger oder Durst nicht befriedigt werden.
  4. führen nicht zu adaptivem Handeln im Sinne der Erfüllung eigener Bedürfnisse.

Richtig: 1, 4

Emotionale Schemata sind...

  1. ...emotionale Reaktionen auf komplexe Traumatisierungen.
  2. ...können oft mittels Sokratischer Gesprächsführung aufgedeckt werden.
  3. ...sind implizite nonverbale Strukturen, in denen emotionale Erfahrungen in der Form von Körperempfindungen oder Bildern gespeichert sind.
  4. ...beschreiben emotionale Reaktionen auf kognitive Schemata.

Richtig: 3

Systematisches evokatives Erschließen ist neben Empathie, Focusing und Zwei-Stuhl-Arbeit eine der vier wichtigsten Interventionen innerhalb der Emotionsfokussierten Therapie. Dem Patienten soll geholfen werden, eine Verknüpfung zwischen Situation, Kognition und der emotionalen Bedeutung herzustellen. Bei welcher der folgenden therapeutischen Äußerungen handelt es sich um einen Marker für systematisches evokatives Erschließen?

  1. „Ich habe total versagt“
  2. „Gestern auf dem Nachhauseweg habe ich einen alten Mann gesehen und musst plötzlich weinen. Ich habe keine Ahnung warum“
  3. „Mein Vater und ich werden wohl nie zu einanderfinden. Wir leben auf unterschiedlichen Planeten. Aber was soll’s. Ich habe mich damit arrangiert“
  4. „Ich habe keine Ahnung über was wir heute in der Stunde sprechen könnten“

Richtig: 2

Erkenntstheoretischer Hintergrund der Emotionsfokussierten Therapie ist eine philosophische Position, die davon ausgeht, dass persönliche Identität aus der Synthese körperlich vermittelten Erlebens und kulturell beeinflussten Erklärens entsteht. Wie heißt sie?

  1. Narrative Identitätsfindung.
  2. Dialektisch-Behaviorales Paradigma.
  3. Dialektischer Konstruktivismus.
  4. Strukturalismus.

Richtig: 3

Ziel der Emotionsfokussierten Therapie ist es, Menschen zu helfen, Zugang zu adaptiven Emotionen und korrespondierenden resilienten Selbstorganisationen zu erlangen. Dysfunktionalität oder Symptome entstehen aus Sicht der Emotionsfokussierten Therapie beispielsweise, wenn...

  1. ...nur das körperliche Erleben, nicht aber die emotionale Bedeutung eines emotionalen Schemas wahrgenommen wird.
  2. ...keine Handlungstendenzen wahrgenommen werden.
  3. ...schmerzhafte negative Emotionen erlebt werden.
  4. ...das emotionale Erleben vermieden wird.

Richtig: 1, 2, 4