Theorie und Praxis der Behandlung von Panikstörung und Agoraphobie - Lernerfolgskontrolle

Im Folgenden finden Sie Fragen zu dem Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterArtikel „Theorie und Praxis der Behandlung von Panikstörung und Agoraphobie“. Bitte markieren Sie die Aussagen, die Sie für zutreffend halten. Bedenken Sie dabei, dass bei jeder Frage eine oder mehrere Antworten richtig sein können!

Die Diagnose der Panikstörung darf nicht gestellt werden, wenn...

  1. die beschriebenen Panikattacken hinreichend als Begleitsymptome einer anderen psychischen Störung (z.B. Soziale Phobie) erklärt werden können.
  2. Panikattacken im Verlauf des Lebens einer Person aufgrund von Sicherheits- und Vermeidungsstrategien zum aktuellen Zeitpunkt der Diagnostik nicht mehr auftreten.
  3. Eine Person im Verlauf des Lebens alle Kriterien für mehrere Panikattacken erfüllt hat, diese aber weder zu Leidensdruck noch zu einer Verhaltensänderung führen.
  4. keine der Panikattacken jemals im Verlauf der Störung das Bild eines unerwarteten Angstanfalls („wie aus heiterem Himmel“) angenommen hat.

Richtig: a, c, d


Der Autor nimmt eine Unterscheidung zwischen einer Furcht- und einer Angstkomponente vor. Diese ist relevant hinsichtlich...

  1. der Abgrenzung der „Angst vor der Angst“ als häufigem Behandlungsanlass von einer Panikattacke als Notfallreaktion mit entsprechenden kognitiven, physiologischen und behavioralen Veränderungen.
  2. der Differentialdiagnose anderer Angststörungen (z.B. spezifische Phobie).
  3. des Verständnisses der bei Panikstörung und Agoraphobie wesentlichen Fehlkognitionen.
  4. der verschiedenen Behandlungsimplikationen von Exposition, Psychoedukation und kognitiven Interventionen.

Richtig: a, c, d
 

Wozu eignet sich das Erstellen von sog. Angstverlaufskurven?

  1. Die Auftretenshäufigkeit von Panikattacken über die Zeit der gesamten Störungsentwicklung können abgebildet werden.
  2. Der zeitliche Verlauf von Angstanstieg- und –abfall mit und ohne Einsatz von Vermeidungs- und Sicherheitsverhalten kann abgebildet werden, so dass der Patient z.B. Einsicht in die negativen Konsequenzen des Versuchs der Beeinflussung gewinnt.
  3. Sowohl psychoedukative Inhalte als auch das Prinzip der Expositionsbehandlung können anhand von Angstverlaufskurven dargestellt werden.
  4. Erwartungen des Patienten zum möglichen Angstverlauf ohne Flucht oder Sicherheits- und Vermeidungsverhalten können abgebildet werden.

Richtig: b, c, d
 

Neben den Elementen Psychoedukation, kognitive Interventionen und Rückfallprophylaxe gilt die Exposition als die Hauptwirkkomponente bei der Behandlung von Panikstörung und Agoraphobie. Generell werden die beiden Expositionsarten „Interozeptive Exposition“ und „In-vivo-Exposition“ unterschieden. Welche der folgenden Aussagen treffen auf die Interozeptive Exposition zu?

  1. Der Patient wird zur Durchführung von Provokationsübungen angeleitet, um Körperempfindungen nach Angstauslösungsgrad, Ähnlichkeit zu Angstanfällen und Symptomschwere einschätzen zu lassen.
  2. Interozeptive Exposition bietet besonders bei der Behandlung von Panikstörung mit Agoraphobie einen Vorteil gegenüber der Exposition in vivo.
  3. Wichtig bei den hier eingesetzten Übungen wie Hyperventilieren, Drehen auf einem Drehstuhl oder Kopfschütteln ist es, dass solche Körperempfindungen ausgelöst werden, die der Patient auch mit Angst assoziiert.
  4. Sie können die Effekte von Exposition in vivo noch zusätzlich verstärken.

Richtig: a, c, d
 

Eine Expositionsbehandlung ist kontraindiziert, wenn...

  1. der Patient an einer bestimmten körperlichen Krankheit (z.B. schwere Herzkrankheit, Asthma, Epilepsie) oder an einer Schizophrenie leidet.
  2. im Vorfeld gar keine Psychoedukation erfolgte.
  3. der Patient nur wenige Sicherheits- und Vermeidungsstrategien aufweist.
  4. eine Medikation mit Antidepressiva besteht.

Richtig: a, b
 

Welche der im Folgenden genannten Techniken können im Rahmen der Behandlung von Panikstörung und Agoraphobie als kognitive Interventionen im weiten Sinne verstanden werden?

  1. Verbale Techniken, die nach erfolgter Exposition eine veränderte Bewertung der Gefährlichkeit von körperlichen Symptomen bewirken.
  2. Techniken der kognitiven Umstrukturierung, die der Patient im Sinne einer Selbstverbalisation als Beruhigungsstrategie in besonders gefürchteten Situationen anwenden kann.
  3. Verbale Techniken, die einen Rückgang der Erwartungsangst bezwecken (z.B. wiederholter Abgleich erwarteter und tatsächlicher Angstverläufe).
  4. Psychoedukation.

Richtig: a, c, d