Kinder und Jugendliche im Kontext systemischer Therapie

Im Folgenden finden Sie Fragen zu dem Artikel "Kinder und Jugendliche im Kontext systemischer Therapie". Bitte markieren Sie die Aussagen, die Sie für zutreffend halten. Bedenken Sie dabei, dass bei jeder Frage eine oder mehrere Antworten richtig sein können!


Welche besonderen Rahmenbedingungen müssen im familientherapeutischen Setting vorhanden sein?

  • Alle Familienmitglieder müssen bei einer Familiensitzung anwesen sein.
  • Die verwendeten Techniken müssen auf das jeweilige Entwicklungsniveau des Kindes/der Kinder abgestimmt werden.
  • Der Therapeut sollte spielerische Kommunikationsformen beherrschen.
  • Die Behandlung darf zehn Sitzungen nicht überschreiten (Kurzzeitorientierung).

Richtig: 2,3


Welche Auswirkungen auf die Familie sind durch die Externalisierung des Symptoms/der Krankheit erwünscht?

  • Alle Familienmitglieder sollen sich hauptsächlich auf die Bedürfnisse des kranken Kindes konzentrieren.
  • Der Krankheit wird eine nebensächlichere Rolle zugeschrieben, die Bedeutung von Kompetenzen und Bewältigungsmechanismen wird hervorgehoben und internalisiert.
  • Der Familie gelingt es auf diese Weise, die Funktionalität der Krankheit in der Familie (besser) zu erkennen.
  • Die Entwicklung und Umsetzung ressourcenorientierter Lösungsansätze und Bewältigungsstrategien soll erleichtert werden.

Richtig: 2,3,4


Woran erkennt man eine „Problemtrance“ der Familie?

  • Einseitige Problembetrachtung, die Lösungsideen hemmt.
  • Mangelnde Einsicht in Notwendigkeit einer Behandlung/Veränderung.
  • Leugnung des Problems im Sinne einer Verstrickung.
  • Resignierte, ausweglose oder schuldhafte Stimmungslage in der Familie.

Richtig: 1,4


Welche der nachfolgenden Aussagen treffen auf den narrativen Ansatz zu?

  • Soziale Systeme konstituieren sich in Geschichten oder Erzählungen (Narrative), welche typische Interaktions- und Kommunikationsmuster des Systems widerspiegeln.
  • In der narrativen Therapie konstruiert der Therapeut alternative Erzählungen, die einen lösungsorientierten Umgang mit einem Problem postulieren und bietet so eine Alternative zu den problemgesättigten Erzählungen der Klienten an.
  • In Geschichten von „Problemfamilien“ herrschen Narrative, die problematische Interaktions- und Kommunikationsmuster widerspiegeln.
  • Der narrative Ansatz ist überwiegend in der Arbeit mit jüngeren Kindern indiziert, da er deren kognitiven Fähigkeiten gerecht wird.

Richtig: 1,3


Welche Haltung nimmt der Therapeut in der systemischen Therapie ein?

  • Der Therapeut ist allparteilich und unterstützt Aushandlungsprozesse.
  • Der Therapeut unterstützt ausschließlich die Rechte der Kinder gegenüber älteren Geschwistern und Eltern.
  • Der Therapeut vermittelt das Anliegen des Symptomträgers.
  • Der Therapeut ist völlig neutral und steht damit außerhalb des Systems.

Richtig: 1


Welche Aussagen treffen mit der Meinung des Autors hinsichtlich der Ätiologie von psychischen Störungen zu?

  • Die „objektive Lebenswelt“ der Familie (z.B. Wohnsituation, Einkommensverhältnisse) sollte ebenso berücksichtigt werden wie innerfamiliäre Interaktions- und Kommunikationsmuster.
  • Familiäre Beziehungsmuster sind verantwortlich für die Entstehung psychischer Auffälligkeiten.
  • Die Erhebung von Ressourcen (z.B. intrapsychische Aspekte des Kindes, unterstützende Umgebungsfaktoren) ist ein wichtiger Bestandteil.
  • Die Ätiologie ist angelehnt an das biopsychosoziale Modell von Engels.

Richtig: 1,3