Im Folgenden finden Sie Fragen zu dem Artikel "Die Bedeutung der stationären Psychosomatischen Rehabilitation unter besonderer Berücksichtigung der internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF)". Bitte markieren Sie die Aussagen, die Sie für zutreffend halten. Bedenken Sie dabei, dass bei jeder Frage eine oder mehrere Antworten richtig sein können!
Welche allgemeinen Indikationen zur stationären Rehabilitation werden genannt?
- Wenn durch therapeutische Maßnahmen eine emotionale Labilisierung zu erwarten ist, die z.B. in einem ambulanten Rahmen nicht aufgefangen werden kann.
- Wenn eine Pflegebedürftigkeit gegeben ist, die eine Behandlung im häuslichen Rahmen erschwert.
- Wenn die Leistungsfähigkeit im Erwerbsleben aufgrund der Beschwerden gefährdet ist.
- Wenn wegen besonderer familiärer/beruflicher Konfliktsituationen eine geschützteres therapeutisches Setting angezeigt ist.
Richtig: 1,3,4
Psychosomatische Rehabilitation läßt sich beschreiben als
- umfassendes, ganzheitlich angelegtes und interdisziplinäres Rehabilitationskonzept.
- in ihrer Zielsetzung auf die Beseitigung/Verminderung drohender bzw. bereits manifester Beeinträchtigung der Teilhabe am Arbeitsleben und Leben in der Gesellschaft ausgerichtet.
- vorrangig auf die Heilung körperlicher Erkrankungen bezogen, die die Erwerbsfähigkeit gefährden.
- Krisenintervention beim Vorliegen akuter Suizidalität.
Richtig: 1,2
Welche Aussagen auf die ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) treffen zu?
- Der Aspekt der „funktionalen Gesundheit“ ist ein wesentlicher Aspekt der ICF.
- Die ICF ist eine Weiterentwicklung der ICIDH (international classification of impairments, disabilities and health).
- Die verbesserte Darstellung negativer Folgen von Krankheiten im Rahmen des Krankheitsfolgemodells ist ein wesentlicher Aspekt der ICD.
- Die ICF stellt im Gegensatz zur ICIDH eine ressourcenorientierte Betrachtungsweise in den Vordergrund.
Richtig: 1,2,4
Welche Aussagen auf den Begriff „funktionale Gesundheit“ treffen zu?
- Funktionale Gesundheit umschreibt gegenseitige Wechselwirkungen zwischen gesundheitlicher Beeinträchtigung eines Patienten und deren Kontextfaktoren.
- Funktionale Gesundheit liegt vor, wenn die berufliche Funktionsfähigkeit einer Person trotz Vorliegen einer körperlichen Erkrankung voll erhalten bleibt.
- Funktionale Gesundheit wird unterteilt in die Aspekte anatomisch-strukturelle Gesichtspunkte des körperlichen Befunds, funktionale Auswirkungen der Störungen und Konsequenzen im Bereich der Aktivitäten und Teilhabe in verschiedenen Lebensbereichen.
- Funktionale Gesundheit umfaßt ausschließlich die Erhebung personen- und umweltbezogener protektiver Faktoren zum Erhalt der psychischen Gesundheit eines Patienten.
Richtig: 1,3
Ziele der medizinischen Rehabilitation sind charakterisiert durch:
- ausschließlich präventive Ansätze zur Vermeidung weiterer Beeinträchtigungen von Körperfunktionen.
- den Versuch, drohende oder bereits bestehende Beeinträchtigungen der beruflichen Funktionsfähigkeit zu verhindern.
- die Wiederherstellung an Aktivitäten des täglichen Lebens in einem „normalen“ Ausmaß.
- ihren ganzheitlichen Aspekt, z.B. Einbezug von Angehörigen oder Arbeitgebern.
Richtig: 2,3,4
Bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen beinhalten Maßnahmen zur Erreichung von Rehabilitationszielen z.B.
- die Erarbeitung von Strategien einer besseren Krankheitsbewältigung.
- die Erarbeitung von Kompensationstrategien.
- die Behandlung akuter somatischer Beschwerden.
- Verbesserungen bezogen auf Aktivitäten, z.B. Aufbau sozialer Kompetenzen und die Verbesserung von Problemlösefertigkeiten.
Richtig: 1,2,4