Akademie für Fortbildung in Psychotherapie Region Süd

afp Süd

Postpartale Depression

Datum: Vom 05.02.2011 bis 06.02.2011
Ort: Friedrichshafen

Interaktionszentrierter Ansatz zur Prävention und Therapie

Im Workshop wird eine videogestützte interaktionszentrierte Therapie zur Prävention und Therapie von Interaktions- und Beziehungsstörungen bei Müttern mit einer Postpartalen Depression vorgestellt.Die Geburt eines Kindes ist mit einschneidenden Veränderungen für die Mutter verbunden. Das Ereignis erfordert eine radikale Neuanpassung und Neuorganisation auf der psychischen und auf der Handlungsebene. Etwa 10–15 % aller Mütter entwickeln innerhalb der ersten sechs Lebensmonate nach der Geburt ihres Kindes eine depressive Störung (Riecher-Rössler & Rohde, 2005). Postpartale Depressionen unterscheiden sich im Krankheitsverlauf nicht von Depressionen, die in anderen Lebensphasen auftreten. Jedoch prägen die Anforderungen des Übergangs zur Elternschaft und der Aufbau der Beziehung zum Neugeborenen das Erscheinungsbild der Depression und sollten deshalb in die Therapie einfließen.
Eine Besonderheit der postpartalen Depression ist die damit einhergehende Minderung mütterlicher Ressourcen und daraus resultierend Einschränkungen beim Aufbau der Mutter-Kind-Beziehung. Wir wissen heute, dass Interaktionsstörungen in der frühen Mutter-Kind-Beziehung Transmissionswege für emotional-behaviorale Probleme werden können. Zudem wirken sich Beziehungsstörungen zwischen Mutter und Kind auch auf das Befinden der Mutter aus und erschweren somit die Genesung. Deshalb sollte die Therapie postpartaler Depressionen die Verbesserung der Mutter-Kind-Beziehung zum Ziel haben. Eine Psychotherapie postpartal depressiver Mütter muss also sowohl die spezifischen Anforderungen und Belastungen dieses Lebensabschnittes beachten als auch die Mutter-Kind-Beziehung. Diesen Anspruch erfüllt eine kognitiv-behaviorale Psychotherapie mit interaktionszentriertem Schwerpunkt.
Im Workshop soll ein Therapieansatz vorgestellt werden, der sowohl auf die Verbesserung der mütterlichen Symptomatik als auch der Mutter-Kind-Beziehung abzielt. Videogestützte Verhaltensanalysen ermöglichen den TherapeutInnen und den Müttern eine detaillierte Beobachtung des interaktiven Austausches mit dem Säugling. Neben einer entwicklungspsychologischen Beratung, werden die Mütter für die vorsprachlichen, kindlichen Signale sensibilisiert, um dysfunktionale Interaktionsmuster abzubauen. Zur Reduktion der mütterlichen depressiven Symptomatik werden zusätzlich verhaltenstherapeutische Techniken wie Psychoedukation, Situationsanalyse, Alltagsstrukturierung, Stressmanagement und Strategien zur Bewältigung negativer Gefühle angewendet.

ReferentIn: Margarete Bolten

Veranstaltungsort:

Institut Friedrichshafen, Merkurstraße 3

Termin:

05. – 06. Februar 2011

Zeiten:

Samstag: 10:00 – 18:00 Uhr
Sonntag:  09:00 – 15:30 Uhr (16 UE)

Teilnahmegebühren:

216,- Euro (DGVT-Mitglied)
248,- Euro (Nicht-Mitglied)

Stichwort:

postpartale Depression Bodensee 11

Akkreditierung:

Ein Antrag an die Landespsychotherapeutenkammer ist gestellt. In der Regel beträgt die Anzahl der Fortbildungspunkte mindestens die Anzahl der Unterrichtseinheiten.

Kursnummer:

65294

Anmeldung:

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Information und Organisation:

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