Akademie für Fortbildung in Psychotherapie Region West

afp West

Frühkindliche Regulationsstörungen - Behandlungskonzepte und –methoden

Datum: Vom 17.09.2011 bis 18.09.2011
Ort: Bottrop

Im Workshop werden auf der Basis des aktuellen Wissens der interdisziplinären Frühentwicklungsforschung die Ätiologie, der Verlauf, das diagnostische Vorgehen und Interventionsmöglichkeiten bei frühkindlichen Regulationsstörungen vorgestellt.

Wenn Paare Eltern werden, kann dies, neben all dem Neuen und Schönen, auch eine Reihe von Herausforderungen und Schwierigkeiten mit sich bringen, die bewältigt werden müssen. Regulationsstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter zählen zu den am häufigsten auftretenden Problemen in der pädiatrischen Praxis. Papousek et al. (2004) sprechen von etwa jedem vierten bis fünften Kind, welches wegen exzessivem Schreien, Schlaf- und/oder Fütter- und Gedeihstörungen beim Kinderarzt vorgestellt wird. Dabei treten diese Symptome bei der Mehrzahl der Kinder nur passager in den ersten drei Lebensmonaten bzw. in Zusammenhang mit späteren Anpassungs- und Entwicklungsaufgaben auf. Die Bewältigung hängt von der Balance zwischen kindlicher Regulationsfähigkeit und den intuitiven Regulationshilfen der Eltern ab. Wenn sich Eltern jedoch von ihrem Kind völlig überfordert fühlen, ist es schwierig und oft ohne Hilfe kaum möglich das Kind durch Co-Regulation zu unterstützen. Deshalb brauchen sowohl die Eltern als auch das Kind Unterstützung, um ein Persistieren der Regulationsschwierigkeiten und tiefer greifende Störungen der Eltern-Kind-Beziehung zu vermeiden.
Im Workshop werden die Symptome der Regulationsstörung in der frühen Kindheit, exzessives Schreien, Schlafstörungen, Fütter- und Gedeihstörungen und Störungen der emotionalen Verhaltensregulation, behandelt. Insbesondere wird auf die Fragen: Wie werden Störungen der frühen Kindheit von „normalen Auffälligkeiten" in der Entwicklung abgegrenzt? Wie sieht der Verlauf von Regulationsstörungen aus? Welche Erklärungsansätze und Interventionsmöglichkeiten gibt es? eingegangen. Auf der Basis des aktuellen Wissens der interdisziplinären Frühentwicklungsforschung werden das diagnostische Vorgehen und die Therapie bei Regulationsstörungen vorgestellt. Anhand von videogestützten Fallvignetten werden die Störungsbilder der Frühkindlichen Regulationsstörung und frühe Ansatzpunkte einer Eltern-Kleinkind-Psychotherapie vorgestellt. Ziel dieses Therapie- bzw. Beratungsansatzes ist die Stärkung der Eltern. Mit Hilfe von Videoanalysen der elterlichen Beruhigungsversuche, von Fütter- oder Spielsituationen werden Eltern in ihren intuitiven elterlichen Kompetenzen gefestigt, um wieder entspannte Interaktionen möglich zu machen.

ReferentIn: Margarete Bolten

Veranstaltungsort:

Institut Bottrop, Möddericher Straße 58

Termin:

17. – 18. September 2011

Zeiten:

Samstag: 10:00 – 18:00 Uhr
Sonntag:  09:00 – 15:30 Uhr (16 UE)

Teilnahmegebühren:

216,- Euro (DGVT-Mitglied)
248,- Euro (Nicht-Mitglied)

Stichwort:

Regulationsstörungen Bottrop 11

Akkreditierung:

Ein Antrag an die Landespsychotherapeutenkammer ist gestellt. In der Regel beträgt die Anzahl der Fortbildungspunkte mindestens die Anzahl der Unterrichtseinheiten.

Kursnummer:

65295

Anmeldung:

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Information und Organisation:

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