Intervallfasten liegt aktuell total im Trend. Nicht nur Comedian und Arzt Dr. Eckart von Hirschhausen hat mit dieser Methode zahlreiche Kilos verloren und zeigt sich im TV nun deutlich erschlankt, auch zahlreiche andere Menschen profitieren von dieser neuen Abnehmmethode.
Doch was genau ist die Intervalldiät und wie kann es sich auf den Körper auswirken?

Bei der Intervalldiät wird zum Teil auf die Aufnahme von fester Nahrung verzichtet. Dabei spricht man bei der Intervalldiät grundsätzlich von zwei unterschiedlichen Modellen, die man je nach Lebensstil optimal in den Alltag integrieren kann.

 

16:8 Intervalldiät

Diese Methode zur Reduktion des Körpergewichts ist simpel und einfach in den Alltag zu integrieren. Bei dieser Form des Intervallfastens verzichtet man 16 Stunden lang auf die Nahrungsaufnahme. Ausschließlich Wasser und zuckerfreie Tees oder schwarzer Kaffee sind erlaubt. In den anderen acht Stunden darf man zu sich nehmen was man möchte. Jedoch empfiehlt es sich, nur 80% des Gesamtbedarf in diesen 8 Stunden zu sich zu nehmen, um den positiven Effekt des Fastens noch effektvoll zu unterstützen.
Was vielen anfangs noch schwer fällt, wirkt sich jedoch bald schon effektiv auf den Zuckerhaushalt aus. Denn der Verzicht auf den Genuss von fester Nahrung hemmt Heißhungerattacken und sogar das Hungergefühl. Wer ein paar Tage das 16:8 Prinzip erfolgreich durchgezogen hat, erlebt so etwas wie ein Jogger beim Laufen. Das Fastenhoch lässt Abnehmwillige manchmal sogar mehr als die vorgegebenen 16 Stunden fasten.

Manche Wissenschaftler begrüßen das, soll doch beim Verzicht auf Nahrung der Körper auf eigene Reserven zurückgreifen und frisst sich dabei quasi selbst. Tatsächlich erforschte man, dass nach 15 Stunden des Nahrungsverzichts körpereigene, defekte Zellen regelrecht aufgegessen werden. Somit hat der Verzicht auf feste Nahrung beim Fasten nicht nur einen Gewichtsreduzierenden Effekt, sondern auch eine positive Auswirkung auf die Gesundheit, denn hier werden kranke Zellen effektiv ausgelöscht. Längst haben Mediziner sich diesen Effekt zu nutzen gemacht und verordnen ihren Patienten bei Erkrankungen wie Migräne oder gar Krebs das Fasten.
Begeisterte 16:8 Anhänger sprechen von einer schnellen, aber entspannten Abnahme von bis zu 5 Kilo im Monat.

5:2 Fasten

Bei dieser Methode wird der Stoffwechsel durch Phasen des fastens und der Nahrungsaufnahme immer wieder neu aktiviert. Beim 5:2 Fasten darf man an fünf Tagen in der Wochen nach Herzenslust schlemmen und reduziert die Aufnahme von Nahrung nur an 2 Tagen. Diese Form des Intervallfastens eignet sich vor allen für diejenigen, die eine langfristige Diät auf Dauer nicht einhalten und immer wieder in die gleichen Muster verfallen.
An den beiden Tagen an denen gefastet wird, wird die Kalorienmenge auf 500 Kalorien bei Frauen, beziehungsweise 600 Kalorien bei Männern reduziert. So wird der Körper in einen leichten Abnehmmodus umgestellt, bei dem man auf Dauer aber überflüssige Pfunde verlieren kann.
Die Beschränkung auf zwei Fastentage in der Woche ist für die meisten Abnehmwilligen einfacher zu meistern, als eine dauerhafte Diät, und bringt somit langfristige Erfolge.

Der Verzicht auf Nahrung ist nicht neu, der Grundsatz geht darauf zurück, dass man in der Steinzeit auch nicht immer Nahrung vorrätig hatte und zwangsweise fasten musste. Unseren Körper wieder auf diese Lebensweise umzustellen bringt positive gesundheitliche Effekte mit sich.

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